FÖJ im Ausland

FÖJ im Ausland

Freiwilliges Ökologisches Jahr im Ausland

Ein FÖJ in Afrika, Asien, Südamerika oder Europa bietet die Möglichkeit, Auslandserfahrung zu sammeln, ein fremdes Land zu bereisen und sich gleichzeitig für Natur und Umwelt zu engagieren. Die Sache hat allerdings einen Haken: FÖJ-Stellen im Ausland gibt es nur sehr wenige und die Anzahl der Bewerber um dieses FÖJ-Stellen ist groß. Zudem sind es nur eine Handvoll Länder, in denen regelmäßig FÖJ-Plätze zur Verfügung stehen.

Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Ausland: Was ist das?

Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr bietet für junge Leute die Möglichkeit, sich ein Jahr lang freiwillig für ein Projekt in den Bereichen Natur und Umwelt zu engagieren. Teilnehmen kann grundsätzlich jeder zwischen 18 und 26. Das FÖJ steht auch für Bewerber aus Österreich und der Schweiz und dem sonstigen Ausland offen. Ursprünglich war das FÖJ ein reiner Freiwilligendienst für das Inland. Im Laufe der Zeit wurden dann Stellen im Ausland angeboten. FÖJler arbeiten zum Beispiel in Tierschutzvereinen, Nationalparks und auf Bio-Höfen, aber auch in der Umweltbildung oder der Öffentlichkeitsarbeit. Seit im Jahr 2011 der Internationale Jugendfreiwilligendienst eingeführt wurde, gibt es fast keine FÖJ-Einsatzstellen im Ausland mehr. Im Ausland gibt es lediglich um die 10 FÖJ-Einsatzstellen. Diese Stellen fanden sich alle innerhalb Europas, und zwar in Dänemark , Estland, Litauen, Polen und Österreich.

Die Organisation des FÖJ wird von den einzelnen Bundesländern durchgeführt. Es gibt damit keine zentrale Stelle für Bewerbungen oder Fragen. Anbietern („Trägerorganisationen“) von FÖJ-Stellen im Ausland finden man auf der Seite des Bundesarbeitskreises Freiwilliges Ökologisches Jahr.

Dauer

Ein FÖJ im Ausland kann zwischen 6 Monaten und 18 Monaten dauern. In der Praxis schicken alle Trägerorganisationen ihre Freiwilligen aber für genau 1 Jahr ins Ausland. Der Grund liegt darin, dass sich die Teilnehmenden bei einer Dauer von 12 Monaten besser einarbeiten können und mehr Zeit haben, die Sprache des Einsatzlandes zu lernen.

Bewerbung für ein FÖJ im Ausland

Das FÖJ ist, wie eingangs erwähnt, Ländersache, und bietet daher keine zentrale Einsatzplatzbörse. Stattdessen wenden sich Freiwillige in spe direkt an die verschiedenen Trägerorganisationen, um Informationen zu den Einsatzstellen oder zum Bewerbungsablauf zu erhalten. Das ist nicht weiter schlimm, denn bei nur wenigen Einsatzstellen geht das recht schnell. BewerbungDie Bewerbung für ein FÖJ im Ausland zieht sich über einen Zeitraum von mehreren Monaten hin. Bewerbungen für einen Beginn des Auslandsjahres zum 1. August oder 1. September sind ab Mitte Dezember des Vorjahres zu stellen. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar.

Auswahlkriterium für die Trägerorganisationen ist neben Fremdsprachenkenntnissen ein ehrenamtliches Engagement.

Eine Schriftliche Bewerbung sollte einen Lebenslauf und ein Bewerbungsanschreiben beinhalten. Beides sollte sowohl auf Deutsch als auch in einer Fremdsprache (Französisch/Englisch) formuliert sein. Beigelegt werden sollten Nachweise über bisheriges freiwilliges Engagement, bevorzugt im Umwelt- oder Naturschutz.

Hat man die Vorauswahl anhand der schriftlichen Bewerbung passiert, so wird man zu Bewerbertreffen eingeladen, die meist im März und April stattfinden. Es gibt zudem ein telefonisches Bewerbungsgespräch mit den Einsatzstellen sowie die Pflicht zu einem persönlichen Besuch in den Einsatzstellen.

Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für ein FÖJ im Ausland sind im Folgenden aufgeführt. Es ist ein Mindestalter von 18 Jahren und ein Höchstalter von 26 Jahren, jeweils bei Projektbeginn vorgeschrieben.

Das Auslands-FÖJ ist offen für alle mit gültiger Aufenthaltserlaubnis in Deutschland (diese wird auch extra für das FÖJ ausgestellt), also insbesondere auch für Schweizer und Österreicher. Kenntnisse der Sprache des Gastlandes und/oder gute Englischkenntnisse sind ebenfalls notwendig. Zudem braucht man einen Nachweis über vorheriges ökologisches Engagement. Man muss Zeit für 12 Monate haben (6-18 Monate sind nur eine theoretische Vorgabe). Schließlich besteht die Pflicht zur Teilnahme an Seminaren von insgesamt 25 Tagen.

Einsatzbereiche

Zu den Einsatzbereichen für ein FÖJ im Ausland gehören Projekte aus Umwelt- und Naturschutz. Zu nennen sind etwa die Mitarbeit in Umwelt- und Naturschutzzentren, die Arbeit in der ökologischen Land- und Forstwirtschaft, der Arten- und Biotopschutz, eine umweltorientierte Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung oder die Arbeit in Umweltverbänden und Naturschutzgruppen.

Das FÖJ im Ausland ist als ökologisches Bildungsjahr strukturiert. Aus diesem Grund werden die FÖJler von Fachkräften angeleitet. Während der Dienstzeit gibt es Seminare, die den Teilnehmern Hintergründe zu umweltpolitischen und ökologischen Themen näher bringen.

Soziale Absicherung und finanzielle Unterstützung

Das FÖJ im Ausland ist staatlich gefördert. Die Teilnehmer haben einen gesetzlichen Anspruch auf Taschengeld von maximal 348 Euro monatlich. Die tatsächlich gezahlte Höhe variiert aber von Trägerorganisation zu Trägerorganisation und beträgt durchschnittlich 150 Euro monatlich.

Neben dem Taschengeld gibt es Geld- und Sachbezüge, etwa für für Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung. Abhängig vom Einsatzort haben sie eine unterschiedliche Höhe. Die FÖJler im Ausland sind sozialversichert. Die Beiträge werden vollständig vom Träger gezahlt.